Das Ziel erreichen: Was gibt mir Heimat?
"Unterwegs mit leichtem Gepäck" lautete das Motto der Landeswallfahrt am 3. Oktober nach Freising. Für den Weg zum gemeinsamen Treffpunkt auf dem Marienplatz wurde ein Pilgerheft mit verschiedenen Stationen erstellt, die auch das Leben des hl. Korbinian aufgriffen. In der letzten Station ging es um das Thema "Heimat". Den Impuls verfasste Sabine Eltschkner, Geistliche Leiterin im Diözesanverband Augsburg.
Den heiligen Korbinian führten 710 und 714 zwei Pilgerreisen nach Rom, Missionsreisen nach Südtirol und schließlich zu uns nach Bayern.
Adolph Kolping brach vom kleinen Örtchen Kerpen auf, um in Köln, München und vielen anderen Orten Gott zu suchen und Menschen für Gott zu gewinnen.
Der heilige Korbinian, der selige Adolph Kolping und auch wir – wir alle haben als Christen das gleiche endgültige Ziel: Ankommen in Gottes Ewigkeit.
Aus der Heiligen Schrift (Phil 3,20): "Denn unsere Heimat ist im Himmel. Von dorther erwarten wir auch Jesus Christus, den Herrn, als Retter."
Wenn wir demnächst den Dom betreten, dann ist da vielleicht so eine kleine Ahnung von der Herrlichkeit Gottes, die uns einst in unserer himmlischen Heimat erwarten wird.
Die Erbauer und Künstler, die diesen barocken Bau so prachtvoll ausgestaltet haben, wollten den Menschen ihrer Zeit einen Vorgeschmack auf den Himmel erfahrbar werden lassen. Die schweren Lasten in ihrem Leben sollten so leichter werden in der hoffnungsfrohen Gewissheit: Gott hat uns nicht vergessen. Unsere Heimat ist im Himmel. Unser Ziel ist ein liebender Gott, der es gut mit mir meint.
Der Philosoph Karl Jaspers definiert „Heimat“ für sich so: Heimat ist da, wo ich verstehe und wo ich verstanden bin. Heimat hat vielleicht gar nicht so sehr mit Orten, Häusern, Wohnungen zu tun. Heimat ist das „wir“.
Wir sehnen uns nach Verständnis, Wertschätzung und Angenommensein.
Wir sehnen uns nach gelingenden menschlichen Beziehungen.
Und letztendlich ist, ganz tief in uns eingesenkt, das Bedürfnis nach innerer Befriedung und Geborgenheit.
Diese Sehnsucht, von Gott geliebt und angenommen zu sein, mit Stärken und Schwächen ist Ziel unserer Pilgerschaft.
Unsere „geistige Heimat“ ist die Metapher für eine geistige Verankerung, eine Suche des Menschen nach innerer Befriedung und Geborgenheit.
Bitten wir Gott, um seinen Segen, damit wir unser endgültiges Ziel, unsere Heimat im Himmel, erreichen.






