Begegnung in der Münchner Asamkirche
Einmal im Jahr lädt der Diözesanverband seine Einzelmitglieder zu einem gemeinsamen Treffen ein. Im Mittelpunkt stehen dabei Begegnung, Austausch und ein besonderer Impuls.
Am Freitag, 18. September 2026, kamen die Einzelmitglieder des Diözesanverbands München und Freising zum diesjährigen Einzelmitgliedertreffen zusammen. In diesem Jahr führte der gemeinsame Weg in die Münchner Asamkirche – ein besonderes Kleinod mitten in der Münchner Innenstadt.
Diakon Bernhard Stürber, Präses der Kolpingsfamilie Pasing und des Bezirksverbands München, nahm die Teilnehmer mit auf eine eindrucksvolle und zugleich sehr persönliche Führung durch die Kirche. Dabei gab es viel über die Geschichte, die Architektur und die zahlreichen kunstvollen Details der Asamkirche zu entdecken.
Die von den Brüdern Cosmas Damian und Egid Quirin Asam im 18. Jahrhundert errichtete Kirche gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke des süddeutschen Spätbarocks. Ursprünglich als private Kirche der Asam-Brüder errichtet und unter anderem als Beichtkirche für Jugendliche gedacht, beeindruckt sie bis heute durch ihre außergewöhnlich prachtvolle Gestaltung auf kleinstem Raum. Nicht ohne Grund, so Stürber, werde die Asamkirche in manchen Reiseführern sogar als eine der schönsten Kirchen Europas bezeichnet.
Besonders lebendig wurde die Führung durch die persönlichen Erinnerungen des Diakons. Immer wieder ergänzte Bernhard Stürber seine Erläuterungen mit kleinen biografischen Anekdoten. So erzählte er unter anderem, dass er bereits als 16-Jähriger in der Asamkirche Orgel gespielt hatte. Dadurch wurde die Geschichte des beeindruckenden Gotteshauses nicht nur anschaulich vermittelt, sondern auch mit persönlichen Erlebnissen verbunden.
Mit viel Liebe zum Detail machte Stürber auf zahlreiche Besonderheiten aufmerksam, die sich dem bloßen Blick beim Betreten der Kirche vielleicht nicht sofort erschließen. Immer wieder wurde dabei deutlich, weshalb die Asamkirche zu Recht als Kleinod bezeichnet wird: Jeder Winkel, jedes Ornament und jedes Gestaltungselement scheint Teil eines großen Gesamtkunstwerks zu sein: "Die Asam-Brüder haben mit dem Bau dieser Kirche ihr Können auf die Spitze getrieben“, so Bernhard Stürber.
Neben den vielen interessanten Einblicken bot das anschließende gemütliche Beisammensein im Altmünchner Gesellenhaus vor allem Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, bekannte Gesichter wiederzusehen und neue Kontakte zu knüpfen. So wurde auch das diesjährige Einzelmitgliedertreffen zu einer gelungenen Verbindung von Kultur, Glauben und Kolping-Gemeinschaft.
In gemütlicher Runde konnte der Diözesanvorsitzende Emil Schneider dann auch Adolf Zahn für stolze 70 Jahre Kolping-Mitgliedschaft ehren. Ein beeindruckendes Jubiläum, das von großer Verbundenheit und langjähriger Treue zu Kolping zeugt.
Darüber hinaus gab es noch weitere Jubilare unter den Einzelmitgliedern: Benedikt Matschke blickt ebenfalls auf 70 Jahre Mitgliedschaft zurück, Erich Kleinert auf 60 Jahre, Bärbel Czeiler auf 50 Jahre und Simone Bußjäger auf 25 Jahre. Da die Jubilare beim Treffen leider verhindert waren und eine persönliche Ehrung daher nicht möglich war, werden ihnen die Urkunden nachgereicht und auf dem Postweg zugestellt.









