Auf Erkundungstour in Augsburg
Mitglieder der Kolpingsfamilie München-Zentral waren mit Kolping-Landespräses Christoph Wittmann am 11. Juli 2026 mit dem Zug zu einem Besuch nach Augsburg gekommen. Diözesanpräses Wolfang Kretschmer begrüßte und begleitete die Gäste auf ihrer Erkundungstour durch Augsburg.
Der Tag startete für die Kolpingmitglieder aus der ältesten bayerischen Kolpingsfamilie mit einer Führung durch die Fuggerei, die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt mit 67 Häusern und 142 Wohnungen. Die Fuggereibewohner*innen zahlen heute als Kaltmiete lediglich den Umrechnungswert des Reihnischen Guldens – derzeit ca. 88 Cent. So wie das Jakob Fugger bei der Gründung festgelegt hat. Darüber hinaus verpflichteten sich die Bewohner*innen, für die Stifterfamilie täglich ein Vaterunser, ein Ave Maria und das Apostolische Glaubensbekenntnis zu beten. Auch dies gilt bis heute.
Danach ging es in die Kirche St. Peter am Perlach. Dort wird das Bild „Maria Knotenlöserin“ verehrt. Papst Franziskus hat das Bild der Knotenlöserin sehr verehrt. Auf dem barocken Gnadenbild ist Maria zu sehen, wie sie aus einem Band Knoten löst.
Eine geistliche Kirchenführung in der Moritzkirche rundete das Programm ab. Die im Krieg zerstörte mittelalterliche Kirche wurde von Dominikus Böhm ohne barockes Stuck- und Freskenkleid wiederaufgebaut. Der Londoner Architekt und Designer John Pawson gestaltete von 2008 bis 2013 die Kirche zu einem konzentrierten, lichterfüllten Raum um. Zentral positionierte er dabei die Figur des Christus Salvator von Georg Petel (um 1632/33).







