Diözesanversammlung 2026 in Poing – Gemeinsam Zukunft gestalten und Haltung zeigen

20.04.2026 | Diözesanverband

Am Samstag, 18. April 2026, fand in Poing die Diözesanversammlung des Diözesanverbands München und Freising statt. Gut 100 Delegierte aus den Kolpingsfamilien und Bezirken kamen im Pfarrheim Pater Rupert Mayer zusammen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken, aktuelle Entwicklungen zu beraten und zentrale Weichen für die Zukunft des Verbandes zu stellen.

Zu Beginn begrüßte Thomas Stiegler, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Poing, die Anwesenden. In seiner Ansprache schlug er einen Bogen zu den vergangenen Jahren und betonte: „Wir machen heute das Triple voll – nach der Vorsitzendenkonferenz 2019 und der Diözesanwallfahrt 2023 sind wir nun erneut Gastgeber hier in Poing.“

 

Bereits am Vormittag legte der Diözesanvorstand im Konferenzteil Rechenschaft über seine Arbeit ab. Im Mittelpunkt standen dabei insbesondere die „Vision 2026“, das politische Engagement unter dem Hashtag #KolpingWirkt sowie die Beschlüsse der Bundesversammlung 2025. Letztere wurden mit Blick auf ihre konkreten Auswirkungen für die Kolpingsfamilien und Bezirke vor Ort eingeordnet und diskutiert. Deutlich wurde, dass viele der angestoßenen Prozesse eine hohe Relevanz für die zukünftige Ausrichtung des Verbandes haben und weiterhin engagiert begleitet werden müssen.

Ein weiterer zentraler Punkt war der Finanzbericht: Geschäftsführer Alfred Maier stellte transparent die wirtschaftliche Lage des Diözesanverbands dar und beantwortete Rückfragen der Delegierten. Im Anschluss wurde der Vorstand von der Versammlung entlastet – ein klares Zeichen des Vertrauens in die geleistete Arbeit.

 

Vor dem Mittagessen wurde gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Präses Christoph Wittmann gestaltete diesen zusammen mit der Kommission Spiritualität als festliche Geburtstagsfeier anlässlich des 175-jährigen Bestehens von Kolping in München und Bayern. In der sogenannten „Sprungschanze Gottes“ wurde der Glaube als tragende Kraft des Verbandes sichtbar und erlebbar – verbunden mit der Einladung, auch künftig mutig neue Wege zu gehen.

 

Am Nachmittag rückten aktuelle gesellschaftspolitische Themen stärker in den Fokus. Der stellvertretende Bundesvorsitzende Sven-Marco Meng referierte zum AfD-Unvereinbarkeitsbeschluss des Verbandes. Er ordnete die Beschlusslage inhaltlich ein, erläuterte die Hintergründe und zeigte konkrete Vorgehensweisen für die Kolpingsfamilien auf. Dabei wurde deutlich, dass der Verband eine klare Haltung einnimmt und diese auch aktiv nach innen und außen kommuniziert.

Im Anschluss verlas Jugendreferent Matthias Antonin den Aufruf des Diözesanvorstands „Gemeinsam Demokratie stärken“. Dieser wurde den Delegierten zur Abstimmung vorgelegt. Mit großer Mehrheit sprach sich die Versammlung dafür aus und stellte sich damit ausdrücklich hinter den Beschluss der Bundesversammlung, dass eine gleichzeitige Mitgliedschaft bei Kolping und in der AfD unvereinbar ist. Direkt im Anschluss betonte der stellvertretende Bundesvorsitzende Sven-Marco Meng: „Ich finde es grandios, welches Signal damit von dieser Versammlung ausgeht. Wir müssen Haltung bewahren.“ Die Delegierten setzten damit ein starkes Zeichen für Demokratie, Vielfalt und die Wertebasis des Verbandes.

Neben diesen zentralen Themen bot die Versammlung auch Raum für Austausch und Vernetzung: Aktuelle Informationen aus dem Diözesanverband wurden geteilt, das Team Junge Erwachsene stellte sich vor und die Kolpingjugend gab einen lebendigen Einblick in ihre vielfältigen laufenden Projekte sowie kommende Vorhaben.

Die Diözesanversammlung 2026 in Poing zeigte eindrücklich, wie engagiert, reflektiert und zukunftsorientiert der Diözesanverband München und Freising unterwegs ist. Zwischen geistlicher Vergewisserung, inhaltlicher Klärung und politischer Positionierung wurde deutlich: Kolping gestaltet Gesellschaft aktiv mit – verantwortungsvoll, wertebasiert und gemeinschaftlich.

Marion Martin
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