Unterwegs mit leichtem Gepäck
Zur Seniorenwallfahrt fanden sich am 3. Oktober in Freising 24 Kolpingfreunde am Ausgang des Bahnhofes ein, um gemeinsam über drei Stationen zum Freisinger Marienplatz zu wallfahren. Bei der Nachhaltigkeits-Wallfahrt trafen sich 13 Kolpinggeschwister am S-Banhof Pulling. Schweigend machten sich neun Kolpinggeschwister auf den Weg nach Freising.
Senioren unterwegs mit leichtem Gepäck
Beim Stadtbären am Bahnhof begrüßte Kolpingbruder Werner Attenberger die Teilnehmer der Seniorenwallfahrt. Er führte uns in das Leben des hl. Korbinian ein.
Kolpingbruder Ferdinand Specht zeigte uns die Lebensstationen Korbinians, die ihn letztendlich nach Freising führten. Jede Station wurde mit einem Gebet zu Ehren des Heiligen beendet.
Mit „leichtem Gepäck“ zogen wir dann zur Altöttinger Kapelle. Hier wurde uns von Werner die Geschichte der Kapelle vorgestellt und auf die Kopie des Altöttinger Gnadenbildes hingewiesen. Ferdinand stellte weitere Einzelheiten der Lebensgeschichte des hl. Korbinian vor. Ferner wurde auf die Gemeinsamkeiten von Korbinian und Kolping hingewiesen.
Nach einem Gebet ging es weiter zur nächsten Station mit einem weiteren Stadtbären. Hier hat Werner die Geschichte des Bären im Leben des hl. Korbinian erzählt. Nach dem Gebet zum hl. Korbinian gingen wir weiter zum Marienplatz, wo die Seniorenwallfahrt in die Landeswallfahrt überführt wurde.
Ferdinand Specht
Nachhaltig unterwegs im Sinne von Franz von Assisi
Bei der Nachhaltigkeits-Wallfahrt trafen sich 13 Kolping-Schwestern und -Brüder am S-Bahnhof Pulling und wurden vom Leiter der „Kommission nachhaltig leben“, Hans-Georg Anders, begrüßt. Die Wallfahrt stand unter dem Motto zum 800. Todestages von Franz von Assisi als gemeinsames Angebot des Kolping Diözesanverbandes Regensburg mit Werner Förster (KF Teublitz an der Naab) und des Diözesanverbandes München und Freising mit Vertretern der „Kommission nachhaltig leben“ (Knl). Sie wanderten über die nördlichen Wiesen des Freisinger Mooses, am Vöttinger Weiher (Rastplatz) vorbei und entlang der Moosach nach Freising. Auf dem acht Kilometer langen Wallfahrtsweg wurden an vier Stationen mit Wegkreuzen zu Nachhaltigkeitsthemen Texte vorgelesen, meditiert und gebetet.
Bei der ersten Station nahe der Moosach las Hans-Georg Anders (Knl und KF Waldram) aus den neuen zehn „Impulsen zu einem nachhaltigeren Leben“ zu dem Thema Mobilität den 5. Impuls vor. „Wir fahren möglichst umweltfreundlich – mit dem Fahrrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln, mit einem emissionsarmen Fahrzeug und bilden Fahrgemeinschaften“. Der Text wurde den Teilnehmern mit dem Barcode zum Link (Webseite DV) der zehn Impulse ausgehändigt.
Die Zweite Station wurde an den Krautgartenwiesen von Boris Teuber (Knl und KF Geretsried) zu dem Thema Abfall und Verpackungen gestaltet. Er zitierte aus der Umwelt- und Sozialenzyklika LAUDATO SI‘ von Papst Franzikus die Passagen (20 – 22), in der die Erde als „unermessliche Mülldeponie“ dargestellt und die Wegwerfgesellschaft angeprangert wird. Nach einem Abschlussgebet überreichte er den Teilnehmer*innen eine aus Zeitungs-papier nach Origami-Methode zusammengefaltete Box, die nach Aufklappen als Müllbehälter verwendet werden kann.
Während der Mittagspause am Vöttinger Weiher trug Stefan Schirm den Sonnengesang von Franz von Assisi vor.
An der dritten Station kurz vor Vötting stellte Stefan Schirm (Knl und KF Trostberg) zu dem Thema Energie aus den „Impulsen zu einem nachhaltigeren Leben“ den 3. Impuls vor: „Wir reduzieren unseren Energieverbrauch und unseren CO2 – Ausstoß“. Hierzu zeigte er ein Strommessgerät, das günstig in Baumärkten gekauft und mit dem einfach der Energie-Verbrauch von jedem Elektrogerät über einen beliebigen Zeitraum gemessen werden kann.
Bei der vierten Station direkt an der Moosach nahe einer Mühle hat uns Werner Förster (DV Regensburg, KF Teublitz) das Thema Wasser nahegebracht. Wasser, als Teil der Schöpfung wird im Sonnengesang von Franz von Assisi folgendermaßen hervorgehoben: „Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Wasser“. Nach dem Schlussgebet überreichte Werner den Teilnehmer*innen Gebets-Texte und Meditations-Bilder zum Sonnengesang.
Nach einer wunderschönen Wanderung direkt an der Moosach entlang kam die Wallfahrtsgruppe pünktlich am Marienplatz in Freising an, um gemeinsam mit allen Wallfahrer*innen an der Eröffnung der Landeswallfahrt teilzunehmen.
Hans-Georg Anders
Gemeinsam schweigend unterwegs
Wir trafen uns für unsere Schweigewallfahrt vor der Wieskirche am Ortsrand von Freising. War neben uns Dreien vom Organisationsteam nur noch eine Teilnehmerin angemeldet, so wurden wir dann doch noch eine Gruppe von neun Wallfahrern.
Unser Weg führte uns zuerst durch den Wald entlang des „Stationsweges“. Viermal hielten wir schweigend an für Impulse zu: „Schweigen“, „Aufmerksamkeit auf den Weg ausrichten“, „Aufmerksamkeit auf das Gehen mit allen Sinnen“ und „Behütet sein durch Gott!“.
Nach ungefähr zwei Kilometern „brachen“ wir dann im Stadtgebiet Freising unser Schweigen wieder und die ersten Worte in der Reflexionsrunde waren „Dankbarkeit!“. Weitere Rückmeldungen waren, dass die Ruhe, das Bei-Sich-Sein und die erlebte getragene Verbundenheit im Schweigen spürbar waren.
Unser Fazit: Es war schön, den Weg gemeinsam im Schweigen zu gehen.
Elisabeth und Peter Mottinger und Michaela Vollei










