Karlheinz Brunner zum Antrittsbesuch als Diözesanvorsitzender in Ecuador

28.11.2018 | Kolping Ecuador

Vom 5. bis 13. November waren der Vorsitzende des Kolpingwerkes im Diözesanverband München und Freising, Karlheinz Brunner, sowie der Jugendbildungsreferent der Kolpingjugend, Matthias Schneider, gemeinsam zu Besuch in Ecuador.

Guayaquil – Portoviejo – Santo Domingo – Quito – Riobamba – Quito: Die vom Kolpingwerk Ecuador geplante Reiseroute führte uns in relativ kurzer Zeit in verschiedenste Teile des Landes am Äquator. So konnten wir uns vor Ort ein gutes Bild von der Arbeit machen sowie viele Kolpingsfamilien und Kolpingprojekte persönlich kennenlernen.

Nach einer etwa 24-Stündigen Anreise durften wir an unserem ersten Tag in Portoviejo bestaunen wie das - nach dem Erdbeben neu aufgebaute - Kolpinghaus mit Leben gefüllt wird. Dort hat die „Cooperativa de Ahorro y Crédito Kolping Ltda.“ ihren Sitz und gibt Kleinkredite an Kolpingmitglieder aus. Außerdem werden hier Seminare angeboten und es finden regelmäßig Versammlungen der verschiedenen Gremien von Kolping und der Kolpingjugend in der Region Manabí statt.

Ebenfalls in der Region Manabí besuchten wir ein Brunnenprojekt im Dorf „Cerro del Cady“, wo mit Spendengeldern der Mitglieder des Kolpingwerkes DV München und Freising eine Wasserpumpe in einem Brunnen installiert wurde. Dies erspart den Dorfbewohnern den bisher langen und mühseligen Fußweg in eine Schlucht, weshalb diese sehr dankbar für diese große Unterstützung sind. Später trafen wir uns mit Vertretern der Jugend in der Region und verschiedenen Kolpingsfamilien und wurden sehr herzlich empfangen.

Auf dem Weg Richtung der Hauptstadt Quito begutachteten wir ein Bäckereiprojekt in El Carmen sowie die Kolpingschule in Santo Domingo, wo wir mit Musik- und Theateraufführungen der Schulkinder begrüßt wurden. Später gab es ein Kennenlerntreffen mit dem Bischof von Santo Domingo, Monseñor Bertram Wick, der zugleich Vorsitzender der Stiftungsversammlung des Kolpingwerkes Ecuador ist.

Begleitet wurden wir auf unserer Reise neben der Geschäftsführerin des Kolpingwerkes Ecuador, Jeanette Calvachi, auch einige Tage von Peter Schwab. Dieser hat für Kolping International viele Jahre die Projekte in Ecuador betreut, die durch das Bundesministerium für Internationale Zusammenarbeit gefördert werden. Er wird kommendes Jahr in den Ruhestand gehen. Eine Nachfolge wird noch gesucht.

Der Hauptgrund unserer Reise war auch die Stiftungsversammlung des Kolpingwerkes Ecuador, die am 8. November im Hotel „Casa Kolping“ in Quito tagte. Die Stiftungsversammlung ist das Kontrollgremium über die Arbeit von Kolping Ecuador und trifft grundlegende Entscheidungen wie zum Beispiel zur Mittelverwendung. Hier hat das Kolpingwerk DV München und Freising eine Stimme, die dieses Mal direkt von Karlheinz Brunner wahrgenommen wurde. In Zukunft wird aber Pfarrer Martin Schlachtbauer die Interessen des Kolpingwerkes München und Freising vor Ort vertreten. Dieser ist bereits seit 18 Jahren in Ecuador stationiert, mit der Kolpingarbeit in Ecuador vertraut sowie sprachlich und fachlich sehr gut geeignet.

Neben Pfarrer Martin Schlachtbauer durften wir aber auch noch Markus Linsler kennenlernen. Er ist der Nachfolger von Alex Sitter und damit in Ecuador unter anderem für die Betreuung der Freiwilligen aus dem Erzbistum München und Freising vor Ort in Ecuador zuständig.

Weiter ging die Reise dann nach Riobamba, das am Fuße des größten Berges Equadors, dem (inaktiven) Vulkan Chimborazo, liegt. Hier durften wir einen Ofen an ein Bäckereiprojekt übergeben und uns mit dem Bischof von Riobamba, Monseñor Julio Parrilla Díaz, treffen um über die weitere Entwicklung vor Ort zu sprechen. Auch hier wurden wir von zahlreichen Vertretern der verschiedenen Kolpingsfamilien aus der Region herzlich empfangen.

Zurück in Quito gab es dort ebenfalls einen Empfang mit vielen Vertretern der örtlichen Kolpingsfamilien sowie ein Treffen mit den Mitarbeitern des Kolpinghauses. Zum Abschluss wurde dann noch von zwei Kolpingsfamilien ein Festabend organisiert, auf dem dann auch wir Deutschen das Tanzbein schwingen durften.

 

Zusammengefasst war es eine sehr abwechslungsreiche aber auch mit Terminen dicht bepackte Woche, die viel dazu beigetragen hat die persönlichen und freundschaftlichen Verbindungen nach Ecuador zu stärken und die Herausforderungen und Möglichkeiten für das Kolpingwerk Ecuador vor Ort besser zu verstehen. Und so sind wir beide schon gespannt auf das nächste Zusammentreffen mit den Ecuadorianern, das spätestens für die Kolping-Landeswallfahrt 2020 in Bamberg geplant ist.

 

Unser Resümee: Das Kolpingwerk Ecuador wird von sehr engagierten Menschen getragen. Unsere Spenden kommen an und werden dankbar und zweckgebunden verwendet. Diesen Dank möchten wir gerne an alle Spender weitergeben, die vor Ort so viel ermöglicht haben.

Einige Kolpingsfamilien beteiligen sich bereits an der Hilfe zur Selbsthilfe für Schwache. Allerdings gibt es in Ecuador noch ein weites Feld an sinnvollen Projekten, deren Realisierung ohne unsere finanzielle Unterstützung nicht möglich ist.

Matthias Schneider, Jugendbildungsreferent
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Der von Schülern selbst gebaute Kolping-Schriftzug der Schule in Santo Domingo
Treffen mit der Kolpingjugend im neu gebauten Kolpinghaus in Portoviejo
Auf dem Weg zur von Kolping gespendeten Wasserpumpe in Cerro del Cady
Besuch eines Bäckerei-Projektes in El Carmen
Übergabe einer Dankesplakette von Auszubildenden des COOK-Projektes
von links: Markus Linsler, Karlheinz Brunner, Martin Schlachtbauer, Matthias Schneider
Treffen mit Vorständen der verschiedenen Regionen des Kolpingwerkes Ecuador